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/ Reise mit dem Esel durch die Cévennen - Auf den Spuren von Robert Louis Stevenson.

Pradelles

Frankreich

16.06.2014 - Le Bouchet-Saint-Nicolas - Pradelles (22 KM)

Nach zwei eher ruhigen und kürzeren Etappen, stand heute die erste Prüfung mit über 20 Kilometern auf dem Plan. Der Weg führte zuerst über eine Hochebene vorbei an Kuhweiden in Richtung Landos, einem kleinen Marktflecken. Sanft schmiegt sich der GR70 an kleineren Hügel an und wir durchwandern sanfte Täler. So können wir in den Morgenstunden gut Strecke machen, solange unsere Füße und Beine noch „gut“ sind.

Gegen elf Uhr ist meist die erste größere Pause angesagt, da dann das doch eher kärgliche Frühstück verdaut ist und der gestresste Körper nach etwas Nahrung schreit. Hier im Velay und auch später im Gévaudan finden wir immer am Wegesrand kleine, nette Picknickplätze, die zu einer Rast geradezu einladen. Bei unserer heutige Rast gesellt sich ein älterer Bewohner zu uns und erzählte, dass wir dieses Jahr wohl die erste Gruppe seien, die einen Esel als Lasttier dabei haben. Leider würde die schöne Tradition mit einem Esel den GR70 zu wandern immer mehr aussterben. So ähnlich haben wir es auch schon vom Besitzer von Alida gehört. Es sei halt wesentlich billiger und bequemer, sich sein Gepäck von einem speziellen Gepäckdienst von Herberge zu Herberge transportieren zu lassen. Mit sieben Euro pro Gepäckstück pro Tag ist man dabei. Und hat zudem noch den Vorteil, ganz nach eigenem Willen und Kräften laufen zu können und sich nicht mit einem Esel herumzuschlagen, der den ganzen Tag nur fressen will. Ich bin allerdings der Meinung, dass so ein Grautier als Begleiter der Wanderung eine unvergessliche Note gibt, auf die ich auf keinen Fall verzichten wollte.

Gegen Mittag erreichen wir eine alte und aufgelassene Bahnlinie, die die Region im 20. Jahrhundert mit Paris verband, und wir rasten im Schatten eines riesigen und beeindruckenden Viadukts. Jetzt nochmal ein etwas heftigerer Anstieg und wir sind rechtzeitig zum ersten WM-Spiel der Deutschen in Pradelles. Diese lange und steile Rampe in der gleißenden Mittagssonne führt Dorle erstmals an den Rand ihrer Kräfte. Erschöpft sucht sie immer wieder Schatten und legt sich hin. Ich bedeute Markus und Francoise, dass sie mit dem Esel schon mal weitergehen sollen. Ich will Dorle einfach etwas Auszeit zur Regeneration können. Ich gebe ihr meine letzten Wasserreserven und so schaffen wir langsam mit Pausen den Aufstieg. Ich will den morgigen Tag nochmal abwarten. Sollte sie weiterhin so unter der Hitze und der Länge der Strecke leiden, dann zeige ich ihr die „rote Karte“ und bitte Sigi sie abzuholen.

Deutschland – Portugal 4:0

 

 

Å

Terre-d'Accueil

Nights: 1

W

Terre-d'accueil

Familiengeführte Pension im Zentrum mit einfachen Zimmern und sehr gutem Essen. Empfehlenswert.

Pradelles

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