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/ Reise mit dem Esel durch die Cévennen - Auf den Spuren von Robert Louis Stevenson.

Saint-Laurent-les-Bains

Frankreich

18.06.2014 - Cheylard-l'Évêque - Notre-Dame-des-Neiges (21 KM)

Nach einem kräftigen Frühstück geht unsere Wanderung weiter zum nächsten Ziel „Notre-Dame-des-Neiges“, einem Trappistenkloster, in dem auch schon Stevenson übernachtet hatte. Vom Regen der Nacht hingen noch kleine Wolkenfetzen tief in den Tälern und von den Bäumen tropfte noch das Wasser. Ganz langsam hatte sich die Landschaft verändert. Von den lieblichen, offenen Wiesen, die ein wenig an das Allgäu erinnerten, hin zu teils dichten Wäldern in tiefen Tälern und lichten Höhen.

Wir kamen gut voran, da die Wälder uns vor der sengenden Sonne schützten und auch kleinere Regentropfen nicht bis zu uns durchließen. So schluckten wir Kilometer um Kilometer und waren rechts flott in Luc im Tal des Allier. Auf einem Dorfsportplatz rasteten wir recht ausgiebig und Alida hat den Rasen vor dem Tor gut gestutzt, so dass dem sonntäglichen Gekicke nichts mehr im Wege stand. Unsere Route führte uns ein wenig den Allier entlang, um danach links in ein kleines Seitental abzubiegen. Hier wartete die erste richtige Bergetappe auf uns. Kontinuierlich wand sich der Weg nach oben. Die ersten Wanderer auf unserer Strecke standen keuchend am Wegesrand, doch Alida dampfte wie eine Lokomotive den Berg hoch. Ein Gräschen hier, ein Hälmchen da: „keine Zeit, weiter geht's“. Wir erkannten sie fast nicht wieder. Bis auf 1.250 Meter mussten wir ansteigen mit teils fantastischen Ausblicken auf die umliegende Landschaft, nur um danach wieder 500 Höhenmeter zum Kloster abzusteigen. Nach fünf Etappen hatten wir aber soviel Kondition in den Beinen, so dass dieser erste größere Anstieg uns nicht wirklich außer Atem brachte.

Im Kloster angekommen, mussten wir noch ein wenig warten, bis die Rezeption geöffnet hatte. Zeit genug, ein wenig auszuruhen, im Klosterladen einzukaufen und zusammen mit Alida für die anderen Wanderer als Fotomotiv zu posieren. Das Kloster selbst ist nicht mehr so, wie es Stevenson noch erlebt hatte. Es war zwischenzeitlich mal abgebrannt und wurde wieder völlig neu aufgebaut. Das Gästehaus, für das man sich lange vorher anmelden muss, da nur wenige Übernachtungsplätze vorhanden sind, liegt ein wenig abseits der Gebäude für die Mönche, so dass diese in ihrem spirituellen Leben nur wenig gestört werden. Trappisten haben sich ein Schweigegelübde auferlegt und so verbringen sie den Tag mit Arbeit und festgelegten Gesängen, Gebeten und Riten in der Klosterkirche. Wer ein wenig an diesem Leben teilhaben will, der kann dies jeweils in der Klosterkirche tun.

Unsere Zimmer waren wie Klosterzellen entlang an einem Flur aufgereiht mit Duschen und Toiletten am Ende. Das Essen wird zusammen im Speisesaal eingenommen und erinnert ein wenig an eine Jugendherberge. Tisch für Tische steht auf und holt das Essen und am Ende spülen alle ab und räumen das Geschirr auf. Im Gegensatz zur Jugendherbergserfahrung meiner Jugend gab es hier aber einen kräftigen Schluck Wein zum Essen, oder auch Zwei. Natürlich trafen wir auch hier wieder „unsere“ Wandergruppe und so haben wir noch ein wenig geplaudert, um aber dann doch recht früh ins Bett zu gehen.

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Notre-Dame-des-Neiges

Nights: 1

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Abbaye Notre-Dame-des-Neiges

Gästehaus des Klosters "Notre Dame des Neiges". Sehr einfache Zimmer und einfaches aber schmackhaftes Essen. Wer will kann am klösterlichen Leben etwas teilhaben. Der Umweg hat sich gelohnt.

Saint-Laurent-les-Bains

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