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/ Reise mit dem Esel durch die Cévennen - Auf den Spuren von Robert Louis Stevenson.

Le Bleymard

Frankreich

20.06.2014 - Chasseradès - Le Bleymard (19 KM)

So langsam werden die Berge immer höher. Unser heutiger Pass, den wir überqueren müssen, ist schon über 1.400m hoch. Kurz nach dem Start in Chasseradès müssen wir heute in Mirandol den Chassezac überqueren. Gott sei Dank auf einer Brücke. Denn mit Furten durch Bäche hat es Alida nicht so. Einmal half wirklich nur ein kurzer Schlag mit einer Gerte auf ihr Hinterteil, sie dazu zu bewegen ein kleines Bächlein zu durchqueren. Esel mögen kein Wasser an den Hufen. Nach dem kurzen Klaps sprang sie mit allen Vieren in der Luft über das Wasser. Hier ist der Chassezac noch ein ganz junges Bächlein, bei uns in Champelplot fließt er nach rd. 85 Kilometern zum Fluss gereift in die Ardèche. Mirandol wird auch noch von einem stattlichen Eisenbahnviadukt dominiert, so dass das Ganze an eine gut gestaltete Landschaft auf einer Märklineisenbahn erinnert. Unser Weg stieg stetig an, aber wir laufen größtenteils durch Wald und sind so wieder etwas vor der sengenden Sonne geschützt. Oben auf der Passhöhe gab es erst mal eine ausgiebige Pause. Wir befreiten Alida von ihrer Last und legten uns zu einem kleinen Nickerchen in den Schatten einiger Bäume.

Derart gestärkt, konnten nun die letzten Kilometer im Gévaudan nach Le Bleymard in Angriff genommen werden. Dort erwartete uns eine Überraschung der besonderen Art. Unsere heutige Herberge lag etwa einen Kilometer außerhalb in einem kleinen Weiler. Ein modern gestaltetes Haus mit netten Zimmern erwartete uns. Als kleines Sahnehäubchen gab es im Garten einen Whirlpool, den wir benutzen durften. Sich die müden Knochen nach einer anstrengenden Wanderung von dem sanften Wasserstrahl massieren zu lassen und open air ins Tal und auf die gegenüberliegenden Berge zu sehen, das hat schon was. Überhaupt war dies die beste Übernachtungsmöglichkeit auf unserer Reise. Die Hausherren haben das Abendessen mit uns sozusagen zelebriert. Selbst gemachter Apéro, selbst gesammelte Pilze, eingelegt und als leckere Suppe, Fleisch mit Nudeln, jede Menge Käse, wieder teils selbst in Pastis eingelegt und ein geiles Tiramisu rundeten das opulente Mahl ab. Einfach nur klasse und empfehlenswert. Der Ranzen spannte und derart zufrieden lag ich im Bett und dachte an die morgige Etappe über den Mont Lozère, unsere Königsetappe. Über 700 Höhenmeter sind es zum Gipfel in rd. 1.700m Höhe.

Das wird hart werden.

Å

La Combette

Nights: 1

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La Combette

Die beste Unterkunft auf dem ganzen Weg. Eine Familienpension mit Pfiff. Nette, gepflegte Zimmer, ein Hausherr, der das Essen am Abend mit der Wandergruppe zelebriert. Viele hausgemachte Leckereien und als Krönung ein Whirlpool im Garten mit phantastischer Aussicht über das Tal. Unbedingt hingehen und Übernachten.

Le Bleymard

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