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/ Reise mit dem Esel durch die Cévennen - Auf den Spuren von Robert Louis Stevenson.

Le Pont-de-Montvert

Frankreich

21.06.2014 - Le Bleymard - Le Pont-de-Montvert (23 KM)

Wir sind schon recht früh unterwegs, ergänzen im Ort nochmals unsere Vorräte und machen uns auf dem Weg zu unserem „Schicksalsberg“. Mit 1.699m ist der Sommet de Finiels im Massiv des Mont Lozère die höchste Erhebung in den Cévennen und natürlich stand der sehr verehrte Herr Stevenson mit seiner Modestine seinerzeit auf dem Gipfel. Es hilft also kein Flehen und Klagen, wir müssen da rauf.

Gleich nach dem Ort steigt der Weg kontinuierlich an. Aber nicht so steil wie befürchtet, und so gewinnen wir Höhenmeter um Höhenmeter. Bis zur Skistation in vierzehnhundert Meter Höhe laufen wir im Wald und sind einigermaßen vor der Sonne geschützt. Markus misst irgendwann an seiner Uhr 37 Grad. Bei der Skistation erholen wir uns in einer Bar bei einem Radler und essen unsere Brotzeit. Die Wirtin erzählt uns, dass morgen die große „Transhumance“, der große Schafauftrieb auf die Sommerweiden, mit über 2.800 Tieren stattfinden würde und wir leider einen Tag zu früh hier seien. Schade, das wäre es doch noch gewesen, bei diesem Ereignis dabei zu sein. Aber mal sehen, vielleicht komme ich im Herbst mit dem Motorrad nochmal hierher, um eben den Almabtrieb mitzuerleben.

Nach der Pause geht es über offene Wiesen, die Baumgrenze haben wir inzwischen hinter uns gelassen, immer weiter bergan in Richtung Gipfel. Der Weg wir durch Steinstelen markiert und ist eigentlich nicht zu verfehlen. Markus läuft schon mal voraus, währen ich mit Alida um jeden Grashalm, um jedes Päuschen kämpfe. Françoise läuft neben mir her und wir reden ein wenig miteinander und genießen die wunderbaren Ausblicke bis hin zum Mont Blanc und den schneebedeckten Alpen. 25 Minuten nach Markus steht wir alle zusammen auf dem Dach der Cévennen und freuen uns, es doch einigermaßen locker geschafft zu haben. An schönen Tagen soll man von hier aus sogar das Mittelmeer und den Hafen von Marseille sehen können.

Nach dem üblichen Erinnerungsfoto machten wir uns auf den beschwerlichen Abstieg nach Le Pont de Montvert. Zunächst noch ganz passabel führte er dann über eine weite Strecke durch eine steinige Rinne, die unsere treuen Alida alles abverlangte. Auch gegen Nachmittag ist es noch sehr heiß und es wird immer wärmer, je mehr wir ins Tal des noch jungen Tarn hinabsteigen. Aber auch der längste Abstieg findet mal sein Ende und gegen sechs Uhr Nachmittag kommen wir erschöpft in Le Pont-de-Montvert an. In einer Bar werden wir freudig von anderen Wanderern begrüßt. Wir parken Alida zwischen zwei Autos ein und genehmigen uns einen kühlen Radler. Sogleich sind wir von anderen Touristen umringt und unsere Alida ist der Star bei den diversen Fotoshootings. Unser Hotel liegt zentral am Tarn. Es gibt kleine Zimmer mit einem französischen Doppelbett, so dass Markus und ich uns auf 1,40m Bettbreite bequem machen müssen.

Nach einem guten Essen sitzen Markus und ich noch in einer nahegelegenen Bar, trinken ein paar Bierchen und schauen uns das Unentschieden Deutschland gegen Ghana an. Nach so einem tollen Tag sind wir auch mit diesem Ergebnis zufrieden und freuen uns schon auf das nächste Spiel „unserer“ Mannschaft.

Deutschland – Ghana 2:2

Å

La Truite Enchantée

Nights: 1

W

La Truite Enchantée

Direkt im Zentrum gelegenes Hotel. Zimmer nur mit Doppelbetten aber gutes Essen und nur wenige Schritte zu den beiden Bars an der Brücke. Gut, wenn man ein Fußballspiel sehen will.

Le Pont-de-Montvert

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