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/ Reise mit dem Esel durch die Cévennen - Auf den Spuren von Robert Louis Stevenson.

Cassagnas

Frankreich

24.06.2014 - La Salle-Prunet - Cassagnas (18 KM)

Heute musste Alida Abschied von ihrer Gefährtin nehmen. Für das deutsche Paar mit dem anderen Esel war heute Schluss der Wanderung. Am Morgen wurde der Esel von seinem Besitzer abgeholt und die beiden Deutschen fuhren mit dem Taxi zurück zu ihrem Ausgangspunkt. Alida trauerte der Gefährtin nach und wäre am liebsten mit ihr in den Anhänger gestiegen. Esel lieben die Gesellschaft und sind nur sehr schwer allein zu halten. Arme Alida. Auch unsere gemeinsame Wanderung dauert nur noch drei Tage. Danach werden auch wir uns trennen müssen.

Noch ist es nicht soweit und so gehen wir heute eine sehr entspannte Etappe an. Von der Ferme de la Borie steigen wir gemächlich zum Fluss ab. Ganz langsam hatte sich wieder die Landschaft ein wenig verändert. Während bisher in den Wäldern Eichen und Buchen vorherrschten, dominierten nun nach und nach die Esskastanien. Wir sind im Kastanienland angekommen. Schon in früher Zeit wurden die Kastanien in diesem Teil der Cévennen kultiviert und waren in den vergangenen Jahrhunderten sozusagen das Brot der Armen. Das Holz wurde zu Möbeln und Gebrauchsgegenständen verarbeitet oder verfeuert, die Blätter an das Vieh verfüttert und die Früchte getrocknet und dann zu Mehl gemahlen, um damit zu backen.

Wir überqueren den Fluss und laufen kilometerweit auf einer alten Bahntrasse an der Mimente entlang. Locker und easy kommen wir voran, kaum Steigung und gutes Geläuf. Die wenigen Felsnasen, die uns im Weg sind, können wir auf den noch vorhandenen Tunneln durchwandern.

So kommen wir noch recht früh am Tag am alten Bahnhof von Cassagnas an und gönnen uns in der schattigen Gartenwirtschaft erst mal ein Viertele Rosè. Unsere heutige Herberge liegt natürlich, wie könnte es anders sein, rund zwei Kilometer vom GR70 entfernt auf einer kleinen Anhöhe. Aber inzwischen sind wir so gut in Form, so dass uns dieser kleine Umweg nicht mehr aus der Bahn wirft. Der Umweg hat sich mal wieder gelohnt. Ein toller Bauernhof mit schönen Zimmern, gutem Essen und einem sehr schönen Garten mit Blick über das Tal und die Berge erwartete uns.

In der Nacht regnete es dann recht heftig. Leider hatte Alida auf ihrer Weide keinen Unterstand, so dass sie die ganze Nacht draußen im Regen verbringen musste. Am Morgen schaute sie uns recht beleidigt an und setzte dem Bauern zur Strafe erst mal ein riesigen Knödel vor die Tür.

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Le Mimentois

Nights: 1

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Le Mimentois

Ca. 2.2 KM vom GR70 abseits gelegen. Natürlich wieder ein kleiner Anstieg, der sich lohnt. Nette Vermieter, schön gelegener Garten mit Sonnenliegen, tolle Aussicht ins Tal, saubere Zimmer und gutes Essen. Absolut empfehlenswert.

Cassagnas

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