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/ Indonesien 2019. Vaterland.
InstaTempel
In diesem Moment sitze ich im Schatten eines Baumes mitten auf dem Terrain des Prahmbanan-Tempels. Borobudur habe ich hinter mir -und ausgiebig erkundet. Hier mache ich nach drei Gebäuden schlapp.
Nicht, weil ich letzte Nacht unter drei Stunden Schlaf hatte; nicht, weil mir das Frühstück fehlt und auch nicht wegen der Hitze.
Nein -ich will gerade raus aus diesem Schauspiel.
Borobodur, der älteste und größte buddhistische Tempel ist wahrlich sehenswert. Ein Wunder der Baukust, ein spiritueller Ort.
Prahmbanan als hinduistischer „Bruder“ ebenso.
Wären da nicht...WIR.
Wir, sitzend auf der Tempelmauer, kniend hinter einer Buddhastatue, hüpfend im warmen Sand auf dem Tempelvorplatz. Verträumt an unter’m Bodhibaum, lässig an die Wand der Stupa gelehnt.
Allein, mit dem Liebsten, der Oma, der Freundin.
Es gibt verschiedene Situationen, die ich erlebe. Entweder, ich warte...um nicht durchs Bild zu laufen.
Oder, ich entschuldige mich...weil ich gerade durchs Bild gelaufen bin.
Oder, jemand möchte von mir photographiert werden, mit mir photographiert werden, mich photographieren.
Ich frage mich, ob Tempelmauern von Cellulitis ablenken, das Doppelkinn schmelzen lassen oder den Teint strahlend machen.
Oder: erstrahlen die alten Steine in meinem Schatten in neuer Schönheit? Oder ist es schlicht und einfach ein Beweis für „ich war hier“ und dient als Beweis vor allem für mich selbst? (abgesehen von der Frage, ob es Spaß macht, bei 33 Grad perfekt geschminkt im schwarzen Plisseerock, weißer Seidenbluse und Highheels diese Stufen hochzulaufen)
Wie auch immer, speziell angefertigte und kostenpflichtige Insta-Hotspots gehören dazu. Im Tempel, am Wasserfall, im Museum, am Strand.
Ich gehe mal los, mich photographieren lassen und schaue, wie es sich anfühlt.
Und freue mich schon auf die Rückfahrt im Bus, dann kann ich endlich den Tempel anschauen. Er müsste hinter mir irgendwo zu sehen sein. Bestimmt schön...
In diesem Moment sitze ich im Schatten eines Baumes mitten auf dem Terrain des Prahmbanan-Tempels. Borobudur habe ich hinter mir -und ausgiebig erkundet. Hier mache ich nach drei Gebäuden schlapp.
Nicht, weil ich letzte Nacht unter drei Stunden Schlaf hatte; nicht, weil mir das Frühstück fehlt und auch nicht wegen der Hitze.
Nein -ich will gerade raus aus diesem Schauspiel.
Borobodur, der älteste und größte buddhistische Tempel ist wahrlich sehenswert. Ein Wunder der Baukust, ein spiritueller Ort.
Prahmbanan als hinduistischer „Bruder“ ebenso.
Wären da nicht...WIR.
Wir, sitzend auf der Tempelmauer, kniend hinter einer Buddhastatue, hüpfend im warmen Sand auf dem Tempelvorplatz. Verträumt an unter’m Bodhibaum, lässig an die Wand der Stupa gelehnt.
Allein, mit dem Liebsten, der Oma, der Freundin.
Es gibt verschiedene Situationen, die ich erlebe. Entweder, ich warte...um nicht durchs Bild zu laufen.
Oder, ich entschuldige mich...weil ich gerade durchs Bild gelaufen bin.
Oder, jemand möchte von mir photographiert werden, mit mir photographiert werden, mich photographieren.
Ich frage mich, ob Tempelmauern von Cellulitis ablenken, das Doppelkinn schmelzen lassen oder den Teint strahlend machen.
Oder: erstrahlen die alten Steine in meinem Schatten in neuer Schönheit? Oder ist es schlicht und einfach ein Beweis für „ich war hier“ und dient als Beweis vor allem für mich selbst? (abgesehen von der Frage, ob es Spaß macht, bei 33 Grad perfekt geschminkt im schwarzen Plisseerock, weißer Seidenbluse und Highheels diese Stufen hochzulaufen)
Wie auch immer, speziell angefertigte und kostenpflichtige Insta-Hotspots gehören dazu. Im Tempel, am Wasserfall, im Museum, am Strand.
Ich gehe mal los, mich photographieren lassen und schaue, wie es sich anfühlt.
Und freue mich schon auf die Rückfahrt im Bus, dann kann ich endlich den Tempel anschauen. Er müsste hinter mir irgendwo zu sehen sein. Bestimmt schön...
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