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/ Indonesien 2019. Vaterland.
Der Geist von Bandung
Ein Vormittag im Waldorfkindergarten... 18 Kinder, drei Kindergärtnerinnen und ich -umgehend in einen waldorfrosafarbenen Kittel eingekleidet verbringen die ersten Stunden im Garten. Meine Aufgabe: Baumwollernte, Baumwolle aus den Kospen zupfen und die Samen aus der Wolle ziehen. Es wurde geerntet, gegossen, geschnippelt -und während der Handarbeitszeit im Gruppenraum köchelte das Gemüsesüppchen. Fingerstricken und Bänder knüpfen -man merkt kaum den Unterschied zu einem Tag im deutschen Waldorfkindergarten...
Allerdings schließt der Kindergarten um 11 Uhr -und Ari, eine Mama, nimmt mich mit zum Lunch in die Stadt (ein furchtbares süß-saures Nudelgericht mit Tofu und getrockneten Garnelenschalen, aber...höflichkeitshalber gegessen).
Anschließend bekomme ich eine kleine Stadtführung in einem Holländisch geprägten Viertel -sehr schick, sauber und hip. Coole Cafés, Shops und jugendliches Publikum. Im Museum Konperensi Asia Afrika kennt sich der Ministersohn gut aus & spricht perfektes Englisch-und das als „hometeached child“
Das Museum befindet sich im Gedung Merdeka, der altersgrauen Tagungsstätte der Bandung-Konferenz. Hier trafen sich 29 asiatische und afrikanische Nationen um einen gemeinsamen Standpunkt gegen den Kolonialismus einzunehmen.
Der Abend klingt aus im Hotel Gino Feruci, eines der ersten Hotels hier, dessen Glanzzeiten längst vorbei sind. Spa, Pool & Fitnessstudio ungenutzt, die Tapeten vergilbt und der riesige Kronleuchter im Foyer verstaubt. Ich sitze allein im einst edlen Restaurant und anschließend in der Karaoke Bar. Außer mir nur der Barkeeper, der Hotelmanager und ein singender Gast... Gerade dieser morbide Charme macht das Gino Feruci liebenswert. So lasse ich die Bilder des Tages unter der Diskokugel noch einmal Revue passieren und verabschiede mich in Gedanken von Bandung (während die Dame an der Rezeption gerade versucht, einen Fahrer für morgen zu finden, der mir die achtstündige Busfahrt erspart...)
Ein Vormittag im Waldorfkindergarten... 18 Kinder, drei Kindergärtnerinnen und ich -umgehend in einen waldorfrosafarbenen Kittel eingekleidet verbringen die ersten Stunden im Garten. Meine Aufgabe: Baumwollernte, Baumwolle aus den Kospen zupfen und die Samen aus der Wolle ziehen. Es wurde geerntet, gegossen, geschnippelt -und während der Handarbeitszeit im Gruppenraum köchelte das Gemüsesüppchen. Fingerstricken und Bänder knüpfen -man merkt kaum den Unterschied zu einem Tag im deutschen Waldorfkindergarten...
Allerdings schließt der Kindergarten um 11 Uhr -und Ari, eine Mama, nimmt mich mit zum Lunch in die Stadt (ein furchtbares süß-saures Nudelgericht mit Tofu und getrockneten Garnelenschalen, aber...höflichkeitshalber gegessen).
Anschließend bekomme ich eine kleine Stadtführung in einem Holländisch geprägten Viertel -sehr schick, sauber und hip. Coole Cafés, Shops und jugendliches Publikum. Im Museum Konperensi Asia Afrika kennt sich der Ministersohn gut aus & spricht perfektes Englisch-und das als „hometeached child“
Das Museum befindet sich im Gedung Merdeka, der altersgrauen Tagungsstätte der Bandung-Konferenz. Hier trafen sich 29 asiatische und afrikanische Nationen um einen gemeinsamen Standpunkt gegen den Kolonialismus einzunehmen.
Der Abend klingt aus im Hotel Gino Feruci, eines der ersten Hotels hier, dessen Glanzzeiten längst vorbei sind. Spa, Pool & Fitnessstudio ungenutzt, die Tapeten vergilbt und der riesige Kronleuchter im Foyer verstaubt. Ich sitze allein im einst edlen Restaurant und anschließend in der Karaoke Bar. Außer mir nur der Barkeeper, der Hotelmanager und ein singender Gast... Gerade dieser morbide Charme macht das Gino Feruci liebenswert. So lasse ich die Bilder des Tages unter der Diskokugel noch einmal Revue passieren und verabschiede mich in Gedanken von Bandung (während die Dame an der Rezeption gerade versucht, einen Fahrer für morgen zu finden, der mir die achtstündige Busfahrt erspart...)
Die erste Zeitungsdruckmaschine -der Text wurde auf der integrierten Schreibmaschine getippt und gleich gedruckt...
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