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/ Georgia on my mind

2. Stadtbesichtigung

Georgien, 29. September 2019
Heute ist also der große Tag, an dem die Reisegruppe sich findet und kennenlernt. Das Frühstück wird auf der überglasten Dachterrasse serviert, mit herrlichem Ausblick auf die Stadt. Es nächtigen mindestens zwei verschiedene Reisegruppen hier, die relativ gleichzeitig ihren Morgenkaffee wollen. Entsprechend voll ist es. Zur Auswahl stehen Brot, verschiedene Käsesorten, gekochte Eier, gebratenes Gemüse, etwas Risottoartiges (vielleicht auch Graupen), kleine, grüne (Koriander enthaltende) Bällchen und möglicherweise auch Suppe. Dazu Kaffee, Tee und Milch. Um halb zehn ist Treffen, alle zwölf Teilnehmer sind pünktlich da, nur der Reiseführer fehlt. Zu seinem großen Zorn wurde nämlich die halbe Stadt (anscheinend nur kurzfristig angekündigt) gesperrt, wegen Tbilissi-Marathon. Der Guide, der mit seiner Frau zusammen unsere Reise leitet, hat geschimpft wie ein Rohrspatz, dass wegen so etwas Nebensächlichem der belebteste Teil der Stadt lahmgelegt wird, anstatt die Läufer durch die unbelebteren Teile rennen zu lassen. Man muss dazu sagen, Sonntag ist auch ein Werktag, außer für Behörden und ähnliches. Auch Schulausflüge und -exkursionen finden am Wochenende statt. Er ist also im Stau hängen geblieben. Aber diese Sperrung hat Fußgänger nicht betroffen; wir haben das Besichtigungsproramm unbehelligt absolvieren können. Einen großen Teil habe ich gestern schon gesehen, da konnte ich mich auf die Erläuterungen konzentrieren. In einem äußerlich abbruchreifen Haus haben wir unseren Lunch zu uns genommen. Das Restaurant hätte ein Fremder nicht als solches erkannt, hätte er davor gestanden. Der Innenraum ist ein größeres Wohnzimmer, sehr ansprechend und originell gestaltet. Man muss nur drauf kommen. Der Imbiss besteht aus verschiedenen Salaten und gegrilltem Gemüse. So gesättigt, nehmen wir den Nachmittag in Angriff, jeder wie er kann und mag. Ich muss leider mein Knie befrieden, die vielen, vielen Treppenstufen hat es krumm genommen. Also mache ich eine Pause bis zum Abend. Dann geht es per Metro zum Abendessen. Die Metrostation am Freiheitsplatz liegt 60 Meter unter der Erde. Die Rolltreppe braucht über zwei Minuten um uns nach unten zu befördern. Im Gegensatz zu anderen Städten ist die Station kein "Palast für die Werktätigen", obwohl Stalin den Bau beauftragt hat. Es wurde zwar weißer Marmor verwendet, aber auf Bilder oder sonstige Ausschmückung verzichtet. Wir fahren eine Haltestelle und kommen bei strömendem Regen wieder ans Tageslicht. Das Restaurant ist ebenfalls nur für Einheimische zu finden, es geht über einen Hinterhof, einen unbeleuchteten Hügel hinauf, dann betritt man einen gemütlichen Gastraum. Für uns war schon alles vorbereitet und das große Schmausen beginnt. Der erste Gang besteht aus diversen Salaten mit Walnuspaste als fakultativem Dressing. Dann folgen: Blätterteig mit Käse, gegrilltes Gemüse, georgische Pommes frites, etwas Pilzartiges und zum krönenden Abschluss eine gemischte Fleischplatte. Der Nachtisch besteht aus verschiedenen Obststücken. Es gibt dazu Weiß- und Rotwein. Als Absacker wird Chacha angeboten. Es ist ein georgisches Essen, mit Trinksprüchen und allem was dazu gehört.
Nachdem das alles vertilgt ist, laufen wir durch die nächtliche Stadt Richtung Hotel. Trotz der späten Stunde, ist in der Stadt die Hölle los. Der nächste Tag verspricht anstrengend zu werden und zeitig zu beginnen, deshalb:Gute Nacht

Tiflis

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