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Das westliche Ende von Europa - Látrabjarg

Island, 19. July 2019
Und was soll ich sagen: Hier sieht es wieder komplett anders aus. Es ist 16:30 Uhr und wir sind da! Nach 4 Stunden, vielen tollen Ausblicken und Pausen und 2,5 Stunden später als angenommen... Aber: Wir sind nun bei den Papgeitauchern am westlichsten Punkt von Europa. Ein grosser Moment!
Besuch von Látrabjarg. Genau genommen dem Kap Bjargtangar, dem westlichsten Punkt von Europa und ein beliebter Aufenthaltsort von Touristen und Papageitauchern.

Látrabjarg ist eine Landzunge der Halbinsel Vestfirðir (deutsch: Westfjorde) in Island.

Die Steilküste Látrabjarg liegt im äußersten Westen der dünn besiedelten Vestfirðir. Das Kap Bjargtangar ist der westlichste Punkt Islands und damit – abgesehen von einigen kleineren Inseln – der westlichste Punkt Europas. Látrabjarg ist etwa 14 km lang.

Im Süden ist bei gutem Wetter der etwa 85 km entfernte Snæfellsjökull zu sehen. Látrabjarg gilt als einer der größten Vogelfelsen der Welt. In den bis zu 450 m hohen Kliffs leben Millionen Seevögel, vor allem Papageitaucher, Lummen und Tordalken.

Papageitaucher:
„Papageitaucher erreichen die Geschlechtsreife mit rund 4 oder 5 Jahren. Ihre berühmten bunten Schnäbel kommen während der Brutzeit ins Spiel (April bis August), anschließend nach der Saison verliert der Schnabel seine Farben und er wirkt eher blass.Hat sich ein Paar gefunden, bleiben Papageitaucher in der Regel ein Leben lang zusammen und kehren zur gleichen selbstgegrabenen Bruthöhle in den folgenden Brutzeiten zurück. Die Bruthöhlen werden in weiche Erde gegraben oder aus schon bestehenden Löchern in felsigen Küstenlinien gemacht. In einigen Fällen sind Papageitaucher dafür bekannt, Kaninchenbauten zu requirieren. Die Zeit für die Eiablage beginnt in südlichen Kolonien schon im April, in weiter nördlich gelegenen Kolonien kann sie erst im Juni anfangen. Papageitaucher legen nur ein Ei. Die Eier sind weiß und beide Eltern bebrüten es abwechselnd mit der Hilfe ihres Brutfleckes – einer federlosen Hautstelle auf der Bauchunterseite, die Wärme übertragen kann. Das Küken schlüpft irgendwann zwischen 5 und 8 Wochen. Die Altvögel wechseln sich bei der Fischjagd ab um ihren Nestling zu füttern. Papageitaucher gehören zu den wenigen Vögeln, die ihre Nahrung im Ganzen verfüttern, im Gegensatz zu anderen Vogelarten, die vorverdaute Nahrung in den Mund des Jungvogels hochwürgen. Der Jungvogel verlässt den Bau nach 7 oder 8 Wochen. Wenige Tage vor dem Ausfliegen verlassen die Jungvögel nach Einbruch der Dunkelheit die Höhle, um das Fliegen zu trainieren. Diese Ausflüge erfolgen bis zu zehnmal pro Nacht und dauern meist nur maximal zwei Minuten. Die Jungvögel entfernen sich dabei höchstens 15 bis 20 m von der Höhle. Das endgültige Ausfliegen erfolgt selbständig, gut ernährte Jungvögel fliegen zum Meer, schlechter ernährte laufen oder springen hangabwärts. Sobald das Meer erreicht ist, schwimmen die Jungvögel selbständig auf das Meer hinaus und kommen nicht wieder zur Kolonie zurück. Die Altvögel suchen die Kolonie noch bis zu drei Wochen nach dem Ausfliegen des Jungvogels auf.“

„Hauptnahrung adulter Papageitaucher ist hauptsächlich Fisch. Erbeutet werden die häufigen, tagsüber erreichbaren Schwarmfische. Im Nordpolarmeer werden Vielborster und Krebstiere auch regelmäßig an die Nestlinge verfüttert. Nahrung suchen die Vögel tauchend, unter Wasser bewegen sie sich mit den Flügeln vorwärts (flügeltauchend). Papageitaucher tragen die gefangenen Fische quer im Schnabel. Sie werden mit der Zunge gegen den Oberschnabel gedrückt, bis die ganze Schnabellänge mit Fisch gefüllt ist. Während der Brutzeit liegen die Nahrungsgründe der Papageitaucher in der Regel in Gewässern der Kontinentalschelfe und nicht mehr als zehn Kilometer von der Brutkolonie entfernt. Papageitaucher können bis zu siebzig Meter tauchen, finden jedoch gewöhnlich ihre Nahrung in geringeren Gewässertiefen.“
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Látrabjarg

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Extreme West Europe

Der Camper ist parkiert und wir beginnen mit der Eroberung des äussersten Westens Europas😀👍 Wer hätte gedacht, dass es sich dabei um eine so schöne Blümchenwiese handelt?! 🌼
Am Ende der Blümchenwiese ist dann tatsächlich eine beeindruckende Steilküste. Und: Da sitzen sie! Papageitaucher! 😍🥰
Und tatsächlich darf ich ganz nah an die Beiden heran. Ganz langsam natürlich. Aber sie sind ähnlich „scheu“ wie Pinguine und nicht so scheu wie eigentliche Vögel.
Da sitze ich nun mit meinem iPhone und kann leider nur recht unscharfe Bilder schiessen... aber immerhin! Es ist toll, hier einfach nur zuzuschauen...
😍🥰
So nett!😀👍
Ab und zu muss mal jemand nach dem rechten sehen und watschelt in die Höhle... Gott! Diese abgehackten Bewegungen beim Laufen sehen so süss aus...
Also ich muss da unbedingt noch einmal mit anständiger Ausrüstung hin! Für Afrika hat Tani mir ihre mega tolle Kamera ausgeliehen. Mit tollem Zoom. Ich darf mir nun gar nicht vorstellen, wie gut diese Bilder hier eigentlich hätten werden können😂😂
So sieht die Küste in Richtung Nordosten aus. Auch sehr schön 😍
Und ganz klar... Am westlichsten Punkt von Europa müssen wir natürlich auch ein Gruppenselfie schiessen...
Und natürlich auch noch ein Einzelselfie...
Süss... da irgendwo im Felsen hockt der Nachwuchs... „Gähn“... Ja. Den ganzen Tag die Kinder zu betreuen ist sehr anstrengend... 😃👍
Mein Gott. Wie süss... Beim Laufen wird mit Schwung jeweils der ganze Körper wird hochgeworfen, nur damit ein Schrittlein gemacht werden kann. 😂😂 Die eigentlichen Stärken der Papageitaucher sind sicherlich nicht hier an Land zu beobachten...
😍🥰
„Papageientaucher können beim fliegen bis zu 400 Mal pro Minute mit ihren Flügeln schlagen, so dass die Flügel zu verschwimmen scheinen. Sie können Fluggeschwindigkeiten von fast 90 km in der Stunde erreichen.“ Da ist selbst meine Zeitlupe noch fast zu wenig für...😳😲👍
Ganz klar. Nach der ganzen Taucherei steht Gefiederpflege an erster Stelle...🥰 Ein unglaublich schönes Plätzchen für die Körperpflege... 😍
🥰😍
🥰😍
Hier mal ein Blick auf die Steilküste... es herrscht ein reges Kommen und Gehen 😀👍
Und es geht tatsächlich sehr tief hinab. Und es ist tatsächlich sehr windig. Und ich bin tatsächlich mega happy, dass Ulli einen guten Blick auf unsere Mädels hat, während ich hier bäuchlings am Abgrund herumrobbe...
Aber die Robberei lohnt sich. Ein erstes scharfes Bild. Jaaaa!
Nicht scharf aber ein süsser Moment. Wer kann schon von sich behaupten, dass er mal die orangene Zunge eines Papageitauchers fotografiert hat? 😂😂
Und auch wenn ich in den letzten Stunden ein paar mal daran gezweifelt hatte, ob es wirklich sinnvoll ist, diese lange Fahrerei in Kauf zu nehmen, kann ich jetzt nur sagen: „Ja! Auf jeden Fall!“
Ulli hütet die ganze Zeit während ich am Abgrund herumrobbe die Mädels. 🥰
Tatsächlich stehen auch überall Warnschilder herum, unter denen ich natürlich drunter hindurch fotografiert habe. 🤪
Dieses Pärchen haben Lena, Freia und Ulli die ganze Zeit beobachtet. Nicht ultraspektakulär aber 10 mal sicherer als meine Beobachtungen...🙂
Noch einmal ein Eindruck von der Steilküste. Es ist mega Wind hier oben...

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