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Abenteuerwanderung im Nationalpark und Kochen

Georgien, 05. October 2019
Heute ist eine lange Wanderung angesagt. Die Beschreibung des Guide bezüglich Beschaffenheit und Anforderungen, und die Tatsache, dass etliche Mitreisende gesundheitlich angeschlagen sind, lassen die Wandergruppe um die Hälfte schrumpfen. Unser Ziel ist der Ninoskhevi-Wasserfall, etwa 7 Kilometer vom Parkeingang und Parkplatz entfernt. Der Weg führt durch immer am Bach entlang durch einen schönen ursprünglichen Buchenwald, allerdings über Stock und Stein . Die Steigung ist nicht sehr anstrengend, aber es gibt Geröll, Wurzeln, Pfützen und ähnliche Hindernisse. Eigentlich ist es nur ein Trampelpfad. Viermal muss die Seite gewechselt werden, zweimal stehen wackelige Behelfsbrücken zur Verfügung, zweimal bleibt uns nichts anderes übrig, als eine Furt zu suchen, die Schuhe auszuziehen, und durchs Wasser zu waten. Um es gleich zu sagen, weder auf dem Hinweg noch auf dem Rückweg ist jemand nass geworden. Den gesamten Weg, gleichgültig gegenüber den Herausforderungen der Wegbeschaffenheit, begleitet uns einer der herrenlosen Hunde. Je näher wir uns dem Ziel nähern, desto mehr Körpereinsatz ist für den Weg erforderlich, bis hin zum tarzanmässigen Schwingen an einer Baumwurzel (was allen unbeschadet gelungenen ist). Am Ziel angekommen, gibt es ein Picknick aus dem Lunchbeutel, fair geteilt mit dem Hund. Der Rückweg wird angetreten, wieder ist Körpereinsatz gefordert. Unterwegs treffen wir andere Wanderer, die zwei vielleicht drei Monate alte Welpen im Schlepptau haben. Diese kleinen Viecher lassen sich von uns zum Umkehren verlocken, durch das Wasser zu gelangen, wäre ihnen schwerlich gelungen. Sie tappen hinter uns her, immer auf der Hut vor unserem Begleiter, der trotz Welpenschutz nicht sehr freundlich zu ihnen ist. Nach sechs Stunden sind wir wieder am Auto, die Hunde verlieren das Interesse an uns, und wir kehren zurück. Auf uns wartet noch ein Kochkurs.
Wir haben hergestellt in Handarbeit: Chanchapuri, (zum Reinlegen, wenn mit Käse), Chinkalis, und, die Männer, Schaschlik. Wenn es zum Essen außerdem noch Trinksprüche gibt, darf man nicht erwarten, a: dass man nüchtern die Tafel verlässt, und b: dass hinterher noch viel geschrieben wird. Morgen kommt erschwerend hinzu, dass das Frühstück eine ganze Stunde vorverlegt wurde. Gute Nacht, Freunde.

Lagodechi

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