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/ Georgia on my mind

Durch Kachetien, die georgische Weinregion

Georgien, 04. October 2019
Nach dem Frühstück wird das Auto bepackt, dann besichtigen wir erst einmal unseren Übernachtungsort Sighnaghi, den wir ja bisher nur im Dunklen gesehen, bzw. eben nicht gesehen haben. Hier möchte man gern Klein-Las Vegas sein, man kann rund um die Uhr, ohne Anmeldung, standesamtlich heiraten. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch eine Wallfahrtskirche, laut unserem Guide ist der Ort Anfang Mai völlig überfüllt von russischen Pilgern, die dann hier ein kirchliches Fest feiern. Die Stadt ist umrahmt von einer ziemlich komplett erhaltenen Stadtmauer mit Wachtürmen, die teilweise begehbar ist. Dieser Anblick ist beeindruckend. Die Fahrt führt zuerst durch die fruchtbare Alazaniebene nach Tsinandali. Dort steht die Sommerresidenz des Dichters und Militärführers Alexander Chavchavaze, die jetzt ein Museum über seine Familie und sein Leben beherbergt. Dieser Fürst hat sich sein Leben lang für die georgische Unabhängigkeit bemüht, er hat als erster georgischen Wein in Flaschen abgefüllt und nach Europa geschickt. Die Residenz steht in einem Park mit vielen alten Bäumen. Dort gibt es im Sommer ein Konzertfestival, ähnlich wie in Schleswig- Holstein oder im Rheingau. Nach der Besichtigung des Museums, geht es weiter nach Telavi zum Bauernmarkt. Nach einem ausführlichen Rundgang, folgt eine weitere Weingutsbesichtigung, diesmal erfahren wir, wie die Qvevris, so heißen die Amphoren, die hierzulande als Weinfässer dienen, hergestellt werden. Es gibt eine kleine Weinprobe und eine Chachaprobe. Chacha heißt der Tresterbrand. Man denke Grappa. Nach Absolvierung dieses Programmpunktes besichtigen wir die Reste der mittelalterlichen Festung Gremi. Hundertfünfzig Jahre lang war hier die blühende Hauptstadt von Kachetien, bis die persische Truppen alles in Schutt und Asche legten, die Bevölkerung niedermetzelten und verbrannte Erde hinterließen. Das war das Ende dieser Stadt, die seit 1939 archäologisch untersucht und mittlerweile restauriert wird. Es gibt eine Museum über die Geschichte, man kann die Kirche und den Fürstensitz besichtigen. Anschließend geht es ab nach Lagdekhi zum Hotel.

Munizipalität Telawi

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