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/ Elba für diveaways

Marciana

Italien, 19. September 2024
Ein wunderschöner Morgenhimmel
Heute stehen wir noch früher auf als sonst, denn wir wollen eine Ausfahrt zu einem Wrack machen, um es zu betauchen. Als wir um 7:00 Uhr aus den Betten klettern, steht der Vollmond noch am Himmel und das Panorama sieht einfach toll aus.

Die Ausfahrt machen wir wieder mit Auquanautic, weil Omnisub dieses Wrack nicht anfährt. Zum Glück komme ich heute einfacher ins Boot, die See ist ruhig. Mit neun Tauchern am Boot geht es mit dem Schnellboot eine Dreiviertelstunde über das Wasser.

Wir tauchen heute an Elbas Süd-West-Küste, genauer gesagt vor dem kleinen Strand von Pomonte. Hier lief am 10. Januar 1972 ein 499 Tonnen schweres italienisches Frachtschiff namens Elviscot,das von Neapel in Richtung Marseille unterwegs war, auf die Felsen auf und ging- zum Glück ohne Personenschaden - unter.

Das Wrack blieb mit dem halbuntergegangenen Bug in den Felsen stecken und bildete so eine potentielle Gefahr für die Badegäste des nahen Strandes. Aus diesem Grund wurde ein Teil des Schiffs abgesprengt und der andere Teil ging somit gänzlich unter Wasser. Heute liegen das Heck, die Kommandobrücke und ein Seitenteil auf dem sandigen Meeresboden an der Ostseite der Klippe in nur 12-14 Metern Tiefe.
Beim Tauchgang begleitet uns Heiner aus Ostwestfalen. Er hat eine professionelle Unterwasserkamera dabei und macht tolle Fotos, von denen er uns einige schickt und die ich hier verwenden darf. Danke, Heiner, super Fotos! Da merkt man dann doch den Unterschied zur Handykamera.

Am Nachmittag sind wir zur Weinprobe beim Weigut Arrighi angemeldet. Wir befinden uns in einer Gruppe von 19 Personen, alle anderen sind Italiener. Der Cheffe selbst stellt uns erst einen Schaumwein, dann verschiedene Weißweine, schließlich Brot mit hausgemachtem Olivenöl (lecker!), danach zwei sehr trockene Rotweine und zum Schluss einen Dessertwein vor. Letzterer wird mittels einem ganz besonderen Verfahren hergestellt. Die Trauben werden 5 Tage in speziellen Bastkörben im Meer in 10m Tiefe gelagert. Danach werden sie von Hand gepresst und in tönernen Amphoren vergoren. Dadurch bekommt der Wein seine besondere Süße und Intensität.
Nachdem wir alle schon leicht angeschiggert sind, machen wir zum Sonnenuntergang einen Spaziergang durch die wunderschönen Weinberge. Neben Wein und Olivenbäumen wachsen hier wilde Birnen, Mirto-Sträucher, Lavendel, Rosmarin und eine über 100 Jahre alte Korkeiche. Der Weg ist von Kunstwerken gesäumt. Der Chef ist sehr erzählfreudig, dabei wirkt der drahtige Mann, der schon mehrfach beim Ironman-Wettbewerb teilgenommen hat, sehr authentisch. Er berichtet von den verschiedenen Böden, die unterschiedliche Rebsorten nähren, vom Gefängnis auf der Klippe in der Ferne und von unliebsamen Wildschweinen und Ferienhäusern in seinem 27 Hektar großen Gut. Erst gegen 20:00 Uhr rollern wir wieder vom Hof, im Gepäck sehr gehaltvollen Rotwein von 2022 und einige Liter Olivenöl.
Nun geht‘s zum Wrack
Das Wrack „Elviscot“
Im Maschinenraump
Tolles Bild, geschossen von Heiner MfG Copyright Heiner Düstehaus
MfG Copyright Heiner Düsterhaus
MfG Copyright Heiner Düsterhaus
MfG Copyright Heiner Düsterhaus
MfG Copyright Heiner Düsterhaus
Am Ende des Tauchgangs geht’s wieder hoch zum Licht. MfG Copyright Heiner Düsterhaus
Im Garten des Weinguts
Salute
Die Rotweine
Die Geschichte des besonderen Dessertweines
Unterwegs im Weinberg. Hier werden verschiedene Traubensorten angebaut, je nach Bodenart, die sogar innerhalb des Territoriums mehrfach wechselt.
Im Weinberg
27 Hektar, wunderschön eingebettet
Eine kleine Bank zum Ausruhn
Die Amphoren für den Wein

Marciana

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