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Kuala Lumpur

Malaysia, 01. September 2025
Batu Cave: Der Vorplatz der Höhlen hat sich in eine bunte südindische Tempelanlage entwickelt, seit 2006 steht zudem eine über 40 Meter hohe Statue des Hindugottes Murugan vor den buntbemalten Treppen.
Kuala Lumpur – Zwischen Tradition, Religion und Moderne

Kuala Lumpur – eine Stadt, die Gegensätze auf faszinierende Weise vereint. Hier treffen jahrhundertealte Tempel und Kirchen auf futuristische Wolkenkratzer aus Glas und Stahl. Lange Zeit thronte hier sogar der höchste Wolkenkratzer der Welt. Heute sind die Petronas Twin Towers „nur noch“ das dritthöchste Gebäude der Welt – aber an Strahlkraft haben sie nichts verloren. Besonders bei Nacht, wenn sie im Lichterglanz erstrahlen, entfalten sie ihre ganze Magie.

Doch bevor ich mich abends in das Glitzermeer der Skyline stürze, führt mich meine Tour zu den spirituellen Orten der Stadt. Kaum eine Metropole zeigt so eindrucksvoll, wie Religionen friedlich nebeneinander existieren können. Islam, Christentum, Hinduismus und Buddhismus – alle haben hier ihre sichtbaren Spuren hinterlassen, und das in Harmonie und gegenseitigem Respekt.

Malaysia ist dafür bekannt, ein Land ohne Kriege und Konflikte seit seiner Unabhängigkeit von Großbritannien zu sein. Frauen genießen hier dieselben Rechte wie Männer – sie studieren, arbeiten in Toppositionen und prägen das Land entscheidend mit. Eine Gesellschaft, die gleichzeitig traditionsbewusst und modern ist.



Die Batu Caves – Farben, Götter und Stufen

Um 8 Uhr morgens starte ich meine Tour. Mit einem Grab-Auto geht es hinaus zu den berühmten Batu Caves, rund 15 Kilometer außerhalb der Stadt. Kostenpunkt: gerade einmal 2,50 Euro!

Schon von weitem ragt die goldene Statue des Gottes Murugan in den Himmel – eine der größten ihrer Art weltweit. Dahinter führt eine bunt bemalte Treppe mit 272 Stufen hinauf zu den Höhlenheiligtümern der Hindus. Der Aufstieg ist schweißtreibend, aber jeder Schritt lohnt sich: Die Atmosphäre zwischen Gebeten, Ritualen und den farbenprächtigen Kulissen ist einzigartig.



Tempel, Kirchen und Moscheen

Weiter geht es zum Thean Hou Tempel, einer Mischung aus buddhistischen und taoistischen Elementen. Er thront auf einer Anhöhe über der Stadt und bietet einen traumhaften Blick auf die Skyline. Ein Ort, an dem man einfach verweilen und die besondere Stimmung genießen möchte.

Anschließend fahre ich an einer beeindruckenden Kirche vorbei, bevor ich die Nationalmoschee erreiche. Sie ist modern, futuristisch und gleichzeitig spirituell: eine türkisfarbene Kuppel in Blütenform, flankiert von einem schlanken Minarett. Anders als in Europa, wo Hochhäuser nicht höher als Kirchen gebaut werden dürfen, ist das hier kein Thema – die Moschee wirkt stark genug, um sich selbstbewusst neben den Wolkenkratzern zu behaupten.



Genuss pur – Die Foodtour

Am Abend wartet mein persönliches Highlight: eine vierstündige Foodtour durch die Gassen der Altstadt. Mit unserer Guide Kiranjet Kauer tauchen wir tief in die Vielfalt der malaysischen Küche ein. Ganze 15 Köstlichkeiten dürfen wir probieren – von würzigen Currys bis hin zu süßen Leckereien.

Kiranjet beeindruckt mich zutiefst. Sie ist Hindu, erfolgreiche Geschäftsfrau, alleinerziehende Mutter, Universitätsabsolventin – und war sogar Managerin eines Luxushotels sowie Miss Universum 2023. Eine Karriere, die in vielen Ländern Asiens kaum möglich wäre. Hier in Malaysia dagegen zeigt sie, wie weit Frauen kommen können.

Die Tour endet direkt vor den leuchtenden Petronas Twin Towers – ein Anblick, den ich wohl nie vergessen werde.



Kuala Lumpur bei Nacht – Luxus zum kleinen Preis

Zurück im Apartment gönne ich mir noch einen Drink auf der Dachterrasse. Vom Pool aus blicke ich über die funkelnde Skyline. Luxus pur – und das für gerade einmal 40 Euro die Nacht.

Kuala Lumpur hat mich begeistert. Eine Stadt, die Tradition und Moderne, Religion und Fortschritt, Vielfalt und Harmonie verbindet. Ein Ort, den man unbedingt einmal gesehen haben muss – und der dabei erstaunlich erschwinglich ist.
Von den oben Stufen am Höhleneingang eröffnet sich wenn man sich umdreht ein herrlicher Blick auf die Skyline von Kuala Lumpur.
Affen die geheimen Tempelwächter. Mit den Maraken ist nicht gut Kirschen essen.
Dennoch immer wieder gerne gefüttert soll Glück bringen und für Hindus zählt der Affe zudem zu den heiligen Tieren.
Der taoistisch, buddhistische Thean Hou Tempel
Die National Mosche. Mit seinem modernen futuristischen Dach.
Im inneren mit viel Platz für tausende, die hier jeden Freitag zum beten kommen. Auch nicht Muslimen wird ein Blick ins Innere gestattet.

Kuala Lumpur

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