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/ Südamerika Trip

Rio de Janeiro

Brazil, 23. July 2018
Aflug uf Rio
Rio de Janeiro isch mit 6.45 Mio Mensche die zweit gröschti Stadt in Brasilie. 25% vo dene Lüüt wohned i 1000 Slums, i 1000 Favelas. Das gseht mer au, wenn mer vom Flughafe id Stadt inefahrt. Ich bi ehrlichgseid recht verschrocke und has mir weniger arm vorgstellt gha. Es wohned sogar Obdachlosi grad nebe de Schnellstrass.

I dere Stadt hemmer typischi Tourischte-Attraktione aglueged wie de Christ, the redemeer ufem Corcovado, de Copacobana und Ipanema Strand, die farbige Stäge (Escadaria Selarón) und de Zuckerhuet-Hügel. Das wo mir ide Stadt selber aglueged hend isch super schön. DStadt isch suuber, dLüüt sind fründlich und es hett mit emene Englisch-Portugiesisch-Spanisch-Gmisch (Obrigada wird no mit Gracias oder Avocado verwechsled ;)) guet funktioniert dur dStadt znavigiere. Trotzdem hett mich irgendwie alles wo schön isch, wie zum Biispiel das schöne, informative und moderne Tourischtezentrum mit Museum bim Christo obe gnervt, wel ich jedes Mal denkt ha, dass sie das Gäld lieber is Sozialversicherigssystem, id Bildig und allgemein id Gmeinschaft hetted selle investiere. Alles wo schön gsi isch hett mich a die Ungrechtheit erinnered wo i dem Land herrscht und drum hani wie Müeh gha zum das au azneh. Natürlich chan ichs ersch für Rio de Janeiro beurteile und das au nur beschränkt, wel ich nur zwei Täg dete gsi bin und nur limitiert is Läbe da ine gsehne. Usserd mitem Tony, eusem Taxifahrer, hani au ned gross mit de Lüüt Kontakt gha. Trotzdem dunkt mich die Scher zwüsche arm und riich sooo gross und sehr unfair.
Usserhalb vo de Stadt gseht sLäbe au würkli ganz andersch uus. Alli Gebäude sind voll vo Graffitti. Sogar dChile und dSüülene vo de Autobahn sind vollgsprayt.

Wo mir mitem blaue Bus für 15 Reais zum Copacobana gfahre sind, hani dNachrichte im Bus gseh. Sie hend hauptsächlich Bilder vo verschossnige Autos und vermisste Mänsche zeigt. De Arlette ihre Arbetskolleg hett 5 Jahr da gwohnt und verzellt, dass eim sogar sHandy währendem fötele us de Hand grisse wird (de Tourischte wie au de Iheimische). Die erschte paar Stund hani gmerkt, dass ich gar ned wett da sii. Ha Müeh gha mit dere Ungrechtigkeit und ha ehrlichgseid au sehr Respekt gha vor de hohe Kriminalität. Wo mir denn aber an Strand sind go lauffe, ich barfuess ha chönne in Sand lauffe, sSalz uf de Lippe gschmöckt ha und mir de Wind dur dHaar isch, isch alles wieder guet gsi und ich ha dUngrechtigkeit für de Moment vergässe. Ich bi so am Strand umegrennt, dass de Papi gfunde hett, ich gseh us wie es Chind wo s‘erschte Mal am Meer isch. D‘Arlette hett ihri erschi Kokosnuss chönne trinke und hett gmeint: „Es hett sich jetzt scho glohnt da ane zcho. Alles, wo jetzt chunnt isch es Plus.“

Je länger je wohler han ich mich ide Stadt gfühlt. DLüüt sind gar ned ufdringlich und fröged höchschtend zweimal, öb mir es Taxi, en Caipi oder es Chetteli wend ha. So viel agnehmer als i vielne Länder.

Mir hend allgemein Glück gha bis jetzt und sind ohni Gelbfieber-Impfig is Land cho, müend fascht ned astah wels wenig Lüüt hett und hend scho am Morge am 9ni chönne ichecke zum churz usruehe.

De Christo isch 31 Meter höch, 38 Meter mitem Sockel. Er ghört zu de neue Weltwunder, wel er ufem Spitz vom Berg baut worde isch und mer keis Grüscht hett chönnd ufbaue, wels kei Platz gha hett. Finanziert worde isch de Christo mit brasilianische Gelder, vo Franzose zeichned worde und us schwedische Stei baut worde. Das schiint so e gueti Kombination zsii, dass pro Jahr mehrmals de Blitz ischlaht und de Christo trotzdem immerno staht.

Mitem Tony, eusem Taxifahrer, hemmers mega guet gha. Isch cool gsi e Extratour zhaa wo mir hend chönne ahalte wo mir wend. So hett sMami Micos entdeckt nebe de Strass und mir hend natürlich sofort müesse ahalte. No nie i mim ganze Läbe han ich so herzigi Affe gseh!! Wenn ned sogar sherzigschte Tier! Es isch so lebändig, luegt eim mega neugierig a und gumped vo Ast zu Ast. Die zuckersüesse Tier chönd sich mit ihrne Chralle senkrecht am Baum feschthebe.

De Tony hett eus au no paar Fun Facts geh wie dass zum Biispiel ‚the fast and furious‘ a dere Strass ide Nöchi vomene Favela gfilmt worde isch. Ide Nacht hemmer denn no e Live-Tonufnahm becho und plötzlich hends vorem Hotel au sones Renne gstarted.

Mir hend im 16. Stock gwohnt und det hends es Netz bim Balkon anetah, dass niemert Selbstmord macht. Leider hett das ned glanged. Es Cicak (Eidächsli) isch glaubs so verschrocke ab eus, dass es mit vollem Schwung abegumped isch. R.I.P. Cicakli...

Was mir mega gfalle hett a dere Stadt, isch de Regewald ide Stadt. Es hett soviel Hügel und drum viel Wälder um die ganz Stadt ume. Rio hett weltwiit de gröschti urbani Wald.
Was mir au no gfalle hett sind die zwei Quartier Lapa und Santa Teresa, der cha mer au als Tourischt am Abig guet eis go zieh. Überall hetts Sicherheitschräft, wo die Ort bewached, sogar am Strand.
Familie Keller am Strand
Fuessspure im Sand
Vonere Wälle überrascht worde
Uf de Selaron-Treppe
Mapi hend au Freud a de Plättli und sind beidruckt
Damits kei Frage git wegem zahle :)
Bim Cristo
Ussicht uf Rio
Favelas... so läbed 25% vo de Lüüt in Rio
Die Plättli chömed vo de ganze Welt!
Wort vom Künschtler
De Christo gseht mer scho vo wiitem
Zuckerhuet-Selfie
Ussicht vom Zuckerhuet obenabe

Rio de Janeiro

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