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/ Elternzeit im Mückimobil

Montenegro, 25. May 2019
Der Weg zum angeblichen Campingplatz
Heutiges Ziel: ein christlich orthodoxes Kloster, das in einen Berg gebaut wurde.

Navi an und los geht’s.
Es geht ins Landesinnere durch wieder ganz tolle Landschaften. Hier ist es super grün und bergig.
Ca 30 min vor Ankunft schickt das Navi uns nickt Richtung Kloster, sondern eine andere Straße. Nun gut. Etwas verwundert (man sollte zum Kloster laufen können) folgen wir dem Navi. Internet haben wir hier unterwegs nicht, da Montenegro ja nicht in der EU ist.
Doch dann biegen wir auf eine sehr kleine Straße ab. Ob das so richtig ist? Zum Zielpunkt führt von hier auch keine andere Straße... holprig geht es an kleinen schönen „Weingärten“ vorbei. So sehen also die schlechteren Straßen in Montenegro aus. Dann wird es auch noch steil! Zum Teil müssen wir sehr enge Serpentinen hoch.
Das Mückimobil macht das gut mit - aber hier ein Campingplatz?
Dann kommt uns ein Auto entgegen! Oh nein!
Der Mann ist sehr nett - spricht aber kein Wort englisch. Er sagt, wir müssen weiter zum Kloster nach oben. Camping hat er nicht verstanden... dafür zeigt er uns an einer kleinen Kapelle, die dort war, dass er scheinbar Steinmetz ist und das Kreuz gemacht hat. Cool!
Da, wo laut Navi der Campingplatz sein sollte, war nichts. Na suuuuper!!!!
Es folgt bald eine Kreuzung. Wir fahren nicht weiter den Berg hoch. Noch mehr von diesen Serpentinen wollen wir dem Auto und uns nicht zumuten!
Wir nehmen die Richtung zurück. Aber hier oben ist der Weg länger und weniger steil. Das ist gut!

Unterwegs haben wir zwei ganz besondere Tier-Erlebnisse gehabt:
Erst war ein Dachs am Straßenrand (ob noch lebendig, wissen wir nicht) und dann haben wir zwei (und leider eine überfahrene) Schildkröten gesehen! Die leben hier scheinbar. Irre!

Heilfroh, Wieder auf der Hauptstraße zu sein, machen wir erstmal eine Pause an einem Fluss. Mal wieder: eine so irre Farbe! Ganz dunkel Türkis!
Dort ist auch ein Restaurant - ziemlich verlassen, aber zwei Jungs sind darin. Wir dürfen aufs Klo und bestellen einen Kaffee und ein Wasser. Das kommt dann auch unten auf die schwimmende Terrasse, wo wir platzgenommen haben.

Nun nehmen wir doch den ausgeschilderten weg zum Kloster und gucken uns das erstmal an. Wir sehen ja, ob auf dem Weg noch ein Campingplatz ist.

Die ausgeschilderte Straße ist wesentlich besser! Wir haben auch nur ca 1,5 Stunden verloren durch die ganze Geschichte ;-)

Doch nun stehen wir auf dem Parkplatz des Klosters. Es gibt ein unteres und oberes. Wir stellen uns zu den Bussen am unteren Kloster/ bzw der kleinen Kirche.
Lelia darf wieder in der Kraxe den Überblick behalten.

Kurz zum Kloster, ich kopiere mal kurz ein paar Sätze:

Der Heilige Vasilije von Ostrog. Sein Körper wird in dem Grabgewölbe der Höhlenkirche, die der Gottesmutter gewidmet ist, heute noch aufgebahrt.

Kloster Ostrog ist nicht nur ein Heiligtum der Ortodoxen, sondern aller Gläubigen der Welt, die hierher kommen um sich vor den Gebeinen des Heiligen zu verneigen und Heilung für Geist und Körper suchen. Nach dem Grab von Christus und den Heiligen Berg Athos ist das Kloster von Ostrog das dritt meistbesuchte Heiligtum in der christlichen Welt. (www.globtourmontenegro.com/de/...

Das wussten wir tatsächlich auch nicht.
Aber die Busse und die Schlange vor dem Kloster waren schon beeindruckend.
Doch von vorne:
Hier sind einige Pilger unterwegs. Busseweise werden die Gläubigen angefahren. Die meisten aus Montenegro, Serbien, Bosnien und Mazedonien. Viele nehmen den letzten Aufstieg barfuß in Angriff.
Und da viele Pilger auch im oder vor (unter freiem Himmel!) dem Kloster schlafen, sind die meisten auch mit Gepäck unterwegs. Man sollte meinen, dass die meisten einen Rucksack dabei haben. Doch weit gefehlt. Ca 90% tragen Plastiktüte und Schlafsack. 5% tragen Trolleys hoch und der Rest hat einen Rucksack (subjektive Schätzung ;-)).

Viele sind ziemlich geschafft von dem ca 30 minütigen Aufstieg. Doch wenn sie Lelia sehen, sind alle sooo gut drauf. Sie freuen sich, dass ein so gut gelauntes Baby mit zum Kloster wandert. Es ist wirklich total schön zu sehen.
Ich überlege, ob wir ein Schild brauchen „bitte nicht füttern“ ;)
Wir freuen uns, dass Lelia so viel Freude in das Gesicht der Menschen zaubert!

Oben angekommen füllen wir unsere Wasserflasche mit dem heiligen Wasser. Dann sehen wir auf dem Vorplatz wirklich super viele Pilger, die mit Decken und Schlafsäcken ausgestattet in Grüppchen zusammen sitzen.
An einem Schalter sind zwei Schlangen. Wir fragen jemanden, ob es dort Tickets gibt. „No Tickets - here“ und zeigt auf einen weiteren Weg.
Kurz drauf sehen wir, wofür die Schlangen waren. Dort wurden Kerzen gekauft, die in einem kleinen Raum angezündet wurden. Aufgrund der Kerzen war es hier richtig warm drin. Und am Ausgang lagen säckeweise abgebrannte Kerzen.

Es war schon hier eine ganz irre Stimmung all der Gläubigen.

Dann gingen wir zu dem Mann, der uns Auskunft bzgl der nicht notwendigen Tickets gegeben hat.
Er sagt „Baby, this way“ und zeigt links von einer Absperrung eine Treppe rauf. Rechts ist eine Schlange. Links kommen uns Menschen entgegen. Wir fragen nochmal nach, er schickt uns links hoch - an allen vorbei. Wir haben ein schlechtes Gewissen. Doch die Wartenden schicken uns immer weiter, alle sagen, dass das Baby nicht warten braucht. Unglaublich! In Deutschland wäre das unmöglich gewesen! 1. dass alle so rücksichtsvoll sind und 2. dass die ganze Schlange ganz ruhig war. Ich will nicht wissen, wie lange die Menschen dort gewartet haben, bis sie vorne waren.
Und wir wussten nicht mal, wofür wir genau anstehen..
Die letzen Meter warten wir in der Schlange. Viele - vor allem Frauen - die aus der kleinen Türöffnung Graus kommen, haben Tränen in den Augen. Bilder von Jesus werden geküsst.
Nun werden wir rein gewunken. An zwei Mini Türen stehen Männer, die den Besucherstrom managen. Rein/ Raus, je nach Platz.
Wir befinden uns in einer kleinen Höhle. An mit Rand stehen zwei Gläubige und lesen in der Bibel (denke ich). Am hinteren Ende des zweiten kleinen Raumes ist ein Sarg. Dort sitzt ein Priester. Lelia bekommt einen Segen.
Wir verbeugen uns, werfen eine Spende in die Box und verlassen die Höhle wieder.
Abgefahren - nun sind wir unbewusst wohl auch gepilgert.
Und sind ganz angetan von dieser Stimmung!

Fotos sollten nicht gemacht werden. daher gibt es nur eins vom Vorplatz und eins von den Kerzen.


Wieder zurück am Auto fahren wir doch nun zum nächsten Campingplatz - hier haben wir keinen gesehen und haben auch keine Lust noch lange zu suchen.
Schildkröte auf dem Weg
Pause am Fluss
Der Eingang des unteren Klosters
Montenegro -  - Das Kloster im Berg 2
Das Kloster im Berg
Montenegro -  - Gut gelaunt Richtung Kloster! 2
Gut gelaunt Richtung Kloster!
Super schöner Weg!
Die Quelle vom heiligen Wasser
Montenegro -  - Das Camp vor dem Kloster 2
Das Camp vor dem Kloster

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