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/ Georgia on my mind

In der alten Hauptstadt

Georgien, 02. October 2019
Heute fahren wir fast die gesamte Strecke nach Tbilissi wieder zurück, wir wollen in die alte Hauptstadt. König Wachtang Gorgasali hat Tbilissi im Jahr 448 als neue Hauptstadt etabliert, bis dahin ging die Regierung von Mzcheta aus. Während der Fahrt dorthin gibt es einen geplanten Halt am Kreuzpass. Er ist 2395 Meter hoch, hat eine Kapelle und einen Friedhof für deutsche Kriegsgefangene, die beim Ausbau der Heerstraße ums Leben gekommen sind. Für einen ungeplanten Aufenthalt sorgt eine riesige Herde Kühe, Schafe und Pferde, die sich um den Verkehr nicht sonderlich kümmern. Die begleitenden Hirten sind auch etwas überfordert. Mit wildem Gehupe bahnt unser Guide sich mühsam einen Weg. Unser nächster Stopp ist die Jvari-Kirche, die man weithin sichtbar auf einem Berg sitzen sieht. Sie ist ein wichtiges georgisches Heiligtum und ein Wallfahrtsort; hier hat die heilige Nino, den Sieg des Christentums über die Heiden durch Kreuzaufstellung proklamiert. Die Kirche thront über der Stadt am Zusammenfluss der Flüsse Mtkvari und Aragvi, die sich farblich gut unterscheiden lassen. Nach diesem Abstecher erreichen wir schließlich Mzcheta, wo es erstmal was zu Essen gibt, in einem gemütlichen Lokal unter georgisch-österreichischer Leitung. Uns wird sogar die Bauweise und die Bedeutung der einzelnen Bauelemente erklärt. Danach besichtigen wir die Svetitskhoveli-Kathedrale. Sie ist Sitz des Patriarchen, Krönungs- und Begräbniskirche der georgischen Könige und besitzt vier der wichtigsten christlichen Reliquien. Im Innenraum gibt es eine Miniaturausgabe der Geburtskirche in Bethlehem, für alle, die sich eine Reise zur Originalkirche nicht erlauben können, viele Ikonen und Fresken.
Aussen, um die Kirche herum tobt das Leben mit Souvenirläden, Imbissbuden, Kutschen usw. Die Altstadt wurde auf Geheiß des damaligen Präsidenten zu irgendeinem Jubiläum im Schnellverfahren wiederaufgebaut (so ähnlich wie Chiwa in Usbekistan) mit den üblichen Folgen. Sobald abends die Touristen fort sind, ist alles wie ausgestorben.
Egal. Nach diesem Rundgang wird das Hotel bezogen, der Rest des Tages ist zur freien Verfügung.

Mzcheta

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