Close map
/ N60 und Stefan per Radl von Hamburg nach Berlin

Havelberg

Deutschland
Spoiler: Ausnahmsweise haben wir es heute geschafft, vor Einbruch der Dunkelheit unsere Unterkunft zu erreichen. Nach 103,27 km in 5,38 Stunden reiner Fahrzeit. Trotz großer Widrigkeiten. Aber eins nach dem anderen....
Es begann mit einem liebevollen Frühstück und der Frage, wo man am Sonntag eine neue Fahrradkette für Stefan herbebekommt. Die Wirtin hat alle Kontakte spielen lassen und tatsächlich durften wir in eine Werkstatt.
Der Termin bescherte uns eine wunderschöne Fährfahrt und ca. 20 km Umweg.
Alles rentiert sich für diesen Blick. In diesem Moment habe ich die nette Fährfrau um ihren Beruf beneidet. (Aber Buchhändlerin ist ja auch nicht schlecht.)
Auch die Fahrradhändlerin war extrem entzückend und hilfsbereit. Und Stefans Fahrrad fährt jetzt, im wahrsten Sinne des Wortes, wie geschmiert.
Um halb zwölf waren wir dann bereit für die Tagesetappe. Es mussten noch 90 km werden.
Also: radeln, radeln, radeln, Strecke machen. Bei teilweise wieder bisschen Gegenwind war das nicht so leicht. Ich habe mich heute die ersten 40 km sehr gequält.
Trotzdem musste natürlich Zeit bleiben ,um meinen allerliebsten Elbblick zu dokumentieren. Wie vor drei Jahren ging mir auch dieses Mal wieder das Herz auf.
An der Strecke gibt es Unmengen Kühe, Schafe, Reiher, Rinder, Rehe und was weiß ich nicht noch alles.
Und natürlich verfolgt einen die deutsche Geschichte auf Schritt und Tritt. Immerhin durchfahren und streifen wir sieben Bundesländer auf dieser Tour. Hier wieder Ost auf der einen Elbseite, West auf der anderen.
Dummerweise hat uns eines der entzückenden Hof -Radl-Cafes, die es immer mal wieder an der Strecke gibt, ausgebremst. War aber auch zu nett.
Also vorbei gesaust am kleinen e.
Danach wieder: Strecke machen, Strecke machen. Die Zeit saß uns ein bisschen im Nacken.
Ungefähr um vier dann endlich eine etwas ausführlichere Pause. Wieder in so einem urigen Hofcafe. Wir lieben es und meistens erfährt man dort recht interessante Dinge über Land und Leute. Wir haben festgestellt, dass die Wirtinnen zumeist sehr plauschfreudig sind.
Und dann kam der Augenblick: Wir wechseln von Elbe auf Havel. Dies ist die Havel, die ganz da hinten in die Elbe fließt.
Ein kurzes Stück führen Elbe- und Havel-Radweg gemeinsam und die Flüsse fließen fast parallel. Aber dann biegt die Elbe in den Süden ab und wir fahren weiter Richtung Osten. So ungefähr....
Im Abendlicht und mit erstaunlich hoher Geschwindigkeit sind wir die letzten Kilometer zu Unterkunft gesaust. Und tatsächlich haben wir es noch zur Vesperzeit geschafft.
Das hatten sie alles extra für uns hergerichtet. Wir sind stolz auf unsere heutige Leistung, sehr dankbar für all die Hilfe, die wir heute bekommen haben und ausgesprochen müde.
Morgen haben wir eine entspanntere Etappe vor uns. Knapp 80 km bei wieder allerbestem Wetter. Stay tuned - bis morgen!

Havelberg

That could interest you too

*