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/ N60 und Stefan per Radl von Hamburg nach Berlin

Brandenburg an der Havel

Deutschland
Wenn man mit so einem Blick aufwacht, kann der Tag nur gut werden. Geplant waren frühe Startzeit, knapp 80 km und recht zeitige Ankunft am Zielort.
Die Havel hat eine Besonderheit: es gibt nicht einen Fluss, der fröhlich dahin fließt, sondern 5 Millionen Nebenarme, Seen, Abzweigungen und anderes Gewässer in der Nähe. Entsprechend schwierig ist es, den Havelradweg zu planen. Aber erstmal ging es korrekt und wunderschön los.
Und eine zweite Verwirrung: Der Havelradweg führt mitnichten immer am Wasser entlang. Ist uns aber egal, durch schöne Dörfer mit hübschen Kirchen ist es ja auch nett zu fahren.
Und außerdem gibt es ja genug Wegweiser. Heute zumindest noch am Anfang.
Ewig lang fuhren wir durch Wald und Wald und Wald auf tollen Wegen bei bestem Wetter.
Und hin und wieder tauchte sogar Wasser zwischen den Bäumen auf.
Weiter über die Dörfer, alles recht konservativ, teilweise etwas erstaunlich, weil wie ausgestorben. Andere wieder lebendig und belebt. Wir wissen nicht, warum das eine so, das andere anders.
Um 12.00 kamen wir an diesem hübschen Platz vorbei und haben spontan entschieden, die erste kleine Pause einzulegen..
Schließlich musste ja auch endlich mal der Proviant reduziert werden. Man kann ja nicht immer nur in netten Hof-Cafes rumsitzen und Kuchen essen.
Zwischendurch musste die Tour immer mal wieder umgeplant werden, weil Komoot blöde Landstraßen anbot. Die Anzahl der Streckenkilometer erhöhte sich
Was natürlich in diesem Bericht nicht wirklich rüberkommt, ist die Fahrzeit. Heute sind wir wirklich stundenlang durch Wälder, über Wiesen, am Fluss, durch Städtchen und auf Landstraßen gefahren. Immer zügig, nur kleine Stopps für Fotos.
Und so war es dann auch schon 15.00, als wir wieder sehr spontan beschlossen, hier noch mal eine größere Pause einzulegen. Es gab feinen Backfisch und Heringssalat.
Das war schlau, weil nun wieder nur Strecke gemacht wurde und nicht eine einzige Restauration am Weg lag.
Eigentlich schade, denn an so einem Platz wie diesem hätten wir gerne noch einen Kaffee getrunken. Wir waren heute schließlich sehr gut in der Zeit.
10 km vom Ziel dann noch ein Highlight: Unsere vierte und letzte Fährfahrt auf dieser Reise.
Es war eine minikleine Fähre, die zumeist nur auf Anforderung fährt. Zwei Personen und zwei Fahrräder kosten gesamt 3 €.
Zeitsprung: Ankunft um kurz vor 6 in Brandenburg an der Havel und heute Ruhe, Kraft und Zeit, sehr fein essen zu gehen.
Brandenburg ist eine Kleinstadt, die zwar ganz hübsch ist, aber ansonsten nicht viel hergibt. Aber abendliche Beleuchtung kann sie.
Schlussendlich hatten wir heute 97,58 km in 5:44 reiner Fahrzeit. Passt!
Nun aber schnell schlafen, morgen geht es auf die letzte Etappe, wir planen 95 km und werden die Reise in Berlin beenden.

Brandenburg an der Havel

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