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/ Sugar Daddies auf Tour

New Orleans

USA
Scheiden tut weh, der rote RAM muss weg.
Dienstag, 9.Juli. Heute haben wir viel vor, stehen daher rechtzeitig auf und suchen uns zunächst ein Frühstückslokal, die Wahl fällt auf das Please-U Restaurant, von außen wirkt es wie ein schmieriger Imbiss, innen aber okay. Die ältere, abgemagerte Bedienung verstehen wir kaum, es spricht sich eben schlecht ohne Zähne. Wir werden sie später wiedertreffen. Nach dem Frühstück kommen wir an einem Walgreens (sowas wie Rossmann) vorbei, im Laufe des Tages werden wir ihm noch dreimal unsere Aufwartung machen.
Wir wollen nun los zum Bootfahren, dann der Schock! Es gilt, eine harte Entscheidung zu treffen, ja, wir müssen uns leider trennen, so geht es nicht weiter: der RAM hat einen Riss in der Windschutzscheibe. Am Flughafen stehen wir bei unserer Mietwagenfirma Alamo an, nebenan winkt uns ein Enterprise Mitarbeiter zu sich. Freundlich wickeln die den Tausch ab, bange Minuten erwarten uns, was sie uns jetzt für eine Karre unterschieben. Die ganze Tauscherei versaut den Tagesplan, den Rückweg zum Hotel finden wir ohne Navi. Helden, die wir sind. Darauf erstmal ein Bier, blöd nur, der Kühlschrank ist leer. Wir suchen einen Dealer unseres Vertrauens und sehen auf dem Weg dahin die zahnlose Kellerin, sie hat sich völlig weggeschossen und sitzt apatisch vor dem Restaurant. Morgen frühstücken wir woanders. Nach dem ersten Regen bimmeln wir mit der Straßenbahn zum French Quarter. In einem Restaurant finden wir Unterschlupf vor dem einsetzenden Regen. Detlef führt durchs French Quarter, Bunte Häuser mal mit guter Substanz und manchmal Bruchbuden, teure Restaurants und Galerien, davor liegen hier und da Junkies. Es ist wenig los, auf dem Handy schrillt eine Unwetterwarnung vor Überflutung durch Regen. Es wird eng für uns, wir suchen eine Bar auf. Nachdem wir auch diesen Regen überlebt haben, latschen wir durch die Frenchmen Street, hier soll es den besten Jazz geben. Alle Bars, an denen wir vorbeiziehen, trachten mit ihren auf arktische Temperaturen eingestellten Klimaanlagen nach unserem Leben. Bleibt nur das Razoo, heute spielen die Phunky Monkeys quasi exklusiv für uns. Der Laden ist leer. Reicht für den Tag, noch ein Bier im Hotel und dann Feierabend.
Ist ja nochmal gutgegangen, wieder die geile fette Karre, nur in weiß. Geht auch.
Der City Express rumpelt und rattert mit etwa 8 km/h in die Stadt.
Es ist kuschelig in der Bahn, das Ding ist etwa 120 Jahre alt. Und funktioniert, das ist Nachhaltigkeit.
Der Getränkedealer unseres Vertraunes bietet auch noch andere schöne Dinge.
Nach Regen kommt wieder Sonnenschein. Oder auch zwei Regenbögen.
Die hatten keinen Bock mehr vor drei Leuten zu spielen.
Heute mit fetten Bläser-Sätzen, egal, ob mit oder ohne Publikum.
Gut, das Band-Logo ist von den Gorillaz geklaut, macht dennoch was her.
Tapete im Hotelfahrstuhl. Wenn es nicht mehr zu erzählen gibt, gibt es nicht mehr zu erzählen.

New Orleans

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